Dieses Jahr fanden zum zweiten Mal die Projekttage NS-ZEIT IM ÖTZTAL mit der MS Längenfeld statt. Zentrale Themen waren Erinnerungskultur, der Umgang mit “NS-Familienerbstücken” und die künstlerische Auseinandersetzung mit der NS-Zeit. Die Ergebnisse sind beeindruckend.
Den Auftakt zu den Projekttagen machte der Workshop “Held:innen? Deserteure der Wehrmacht und wer ihnen half”. Die Jugendlichen reflektierten die Fragen rund um Handlungsspielräume sowie Flucht- und Rettungswiderstand während der NS-Zeit. Mittels einer Graphic Novel lernten sie die Biografie eines Deserteurs aus dem Ötztal sowie seine Helfer:innen kennen. Erste kleinen Texte, ergänzend zu den bereitgestellten Comic-Strips, wurdne erstellt.
Die Textarbeit wurden anschließend im Rahmen eines Schreibworkshops vertieft: Angelika Polak-Pollhammer leitete die Jugendlichen an, sich lyrisch und poetisch mit den Themen Flucht, Angst und Erinnerungen auseinanderzusetzen. So enstanden berührende Texte und Gedichte.
Im Rahmen einer Führung durch die Sonderausstellung im Heimatmuseum erhielten die Schüler:innen Einblick in den Alltag der Ötztaler:innen während der NS-Zeit. Die Merkmale von Faschismus wurden ebenso diskutiert, wie die Frage, wie heute mit dem Erbe dieser Jahre umgegangen werden soll. Die Gestaltung eines Comics bedarf einer profunden Auseinandersetzung mit dem Inhalt, das erfuhren die Jugendlichen schließlich im Tun: wie können komplexe Zusammenhänge verständlich dargestellt werden?

Die Projekttage “NS-ZEIT IM ÖTZTAL” wurden im Rahmen von CultureConnected des Oead umgesetzt.
Es folgen einige Beispiele für die Auseinandersetzung der Schüler:innen mit Erinnerungskultur, teils in schriftlicher, teils in illustrativer Form: