In Ötztaler Stuben existierten katholische Frömmigkeit, aber auch abergläubische Praktiken über Jahrhunderte neben- und miteinander. Ein Blick in das Depot der Ötztaler Museen zeigt die Bandbreite an Objekten, die einst im spirituellen Alltag der Menschen eine wichtige Rolle spielten.
Nicht viel bringt den christlichen Glauben in Tiroler Bauernstuben so gut zur Geltung, wie die seit dem 16. Jahrhundert in Europa verbreiteten Herrgottswinkel. Eine Vertiefung in der Wand, zwischen zwei Fenstern, mit Kreuz, „Altarle“ und Heiligenbildern, so sieht ein klassischer Herrgottswinkel aus. Er war Platz des Gebets, Brauchtums und Miteinanders und hatte lange Zeit eine große Bedeutung für Alltag und Familie. Hier wurden etwa Wetterkerzen zum Schutz vor Unwettern angezündet, die Krippe zur Adventzeit aufgestellt oder sogar Tote Familienmitglieder aufgebahrt. Der Herrgottswinkel war somit Mittelpunkt und Ausdruck des Glaubens im Ötztaler Haushalt.
Da mag es überraschend wirken, dass man neben Kruzifix und Heiligenbildern eine weitere Form der Volksfrömmigkeit in den Ötztaler Stuben findet. Kreuze, Zirkel und weitere Symbole abergläubischer Natur zeichnen die Wände, Tür- und Fensterrahmen der Wohnstuben im Heimatmuseum. Diese ins Holz geschlagenen und gebrannten Symbole sollten das Haus und seine Bewohner vor Unglück, bösen Geistern, Dämonen, Hexen und anderem Unheil schützen. Dabei griff man nicht nur zu religiösen Symbolen wie dem „INRI“, man bediente sich auch an abergläubischen Zeichen wie Schutzkreisen, die durch ihre geschlossene Form als besonders effektiver Bannzauber gesehen wurden.
Christlicher Glaube und Aberglaube wurden nicht als widersprüchlich gesehen, ihre Grenzen gingen fließend ineinander über. Gebete gehörten ebenso zum Alltag wie Schutzzauber und waren ein selbstverständlicher Aspekt des Lebens der ÖtztalerInnen.
Die folgenden Fotografien zeigen eine Auswahl der vielfältigen Objekte des Glaubens und Aberglaubens im Ötztaler Heimatmuseum.
(Thomas Haberstroh)
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Brevle
Glücksbringer mit religiösem oder magischem Inhalt (Gebete, geweihte Objekte, Medaillon, Heilkräuter etc)
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Faltzettel mit Heiligenbildern und Kräutern
Typischer Inhalt eines Brevles
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Medaillons mit religiösem Motiv aus Edelmetallen
Nicht nur Halsschmuck: Medaillons waren Ausdruck des persönlichen Glaubens
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Rosenkranzkette
Die Kette dient als haptische Zählhilfe für das meditativ-wiederholende Rosenkranzgebet, bei dem das Leben Jesu betrachtet wird.
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Rosenkranzkette
Die Kette dient als haptische Zählhilfe für das meditativ-wiederholende Rosenkranzgebet, bei dem das Leben Jesu betrachtet wird.
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Rosenkranzkette
Die Kette dient als haptische Zählhilfe für das meditativ-wiederholende Rosenkranzgebet, bei dem das Leben Jesu betrachtet wird.
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Rosenkranzkette
Die Kette dient als haptische Zählhilfe für das meditativ-wiederholende Rosenkranzgebet, bei dem das Leben Jesu betrachtet wird.
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Rosenkranzkette
Die Kette dient als haptische Zählhilfe für das meditativ-wiederholende Rosenkranzgebet, bei dem das Leben Jesu betrachtet wird.
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Rosenkranzkette
Die Kette dient als haptische Zählhilfe für das meditativ-wiederholende Rosenkranzgebet, bei dem das Leben Jesu betrachtet wird.
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Kastenbild
Kastenbilder sind kleine, schützende Schreinbilder oder Vitrinenbilder. Sie dienten als tragbare Hausaltärchen oder Wandschmuck. Im Kontext der katholischen Volksfrömmigkeit zeigen sie heilige Figuren, Krippenszenen oder Gedenkmotive aus Wachs, Stoff und Glas, die oft von Nonnen oder privat als Klosterarbeiten gefertigt wurden.
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Kastenbild
Kastenbilder sind kleine, schützende Schreinbilder oder Vitrinenbilder. Sie dienten als tragbare Hausaltärchen oder Wandschmuck. Im Kontext der katholischen Volksfrömmigkeit zeigen sie heilige Figuren, Krippenszenen oder Gedenkmotive aus Wachs, Stoff und Glas, die oft von Nonnen oder privat als Klosterarbeiten gefertigt wurden.
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Kastenbild
Kastenbilder sind kleine, schützende Schreinbilder oder Vitrinenbilder. Sie dienten als tragbare Hausaltärchen oder Wandschmuck. Im Kontext der katholischen Volksfrömmigkeit zeigen sie heilige Figuren, Krippenszenen oder Gedenkmotive aus Wachs, Stoff und Glas, die oft von Nonnen oder privat als Klosterarbeiten gefertigt wurden.
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Kastenbild
Kastenbilder sind kleine, schützende Schreinbilder oder Vitrinenbilder. Sie dienten als tragbare Hausaltärchen oder Wandschmuck. Im Kontext der katholischen Volksfrömmigkeit zeigen sie heilige Figuren, Krippenszenen oder Gedenkmotive aus Wachs, Stoff und Glas, die oft von Nonnen oder privat als Klosterarbeiten gefertigt wurden.
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Kastenbild
Kastenbilder sind kleine, schützende Schreinbilder oder Vitrinenbilder. Sie dienten als tragbare Hausaltärchen oder Wandschmuck. Im Kontext der katholischen Volksfrömmigkeit zeigen sie heilige Figuren, Krippenszenen oder Gedenkmotive aus Wachs, Stoff und Glas, die oft von Nonnen oder privat als Klosterarbeiten gefertigt wurden.
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Kastenbild
Kastenbilder sind kleine, schützende Schreinbilder oder Vitrinenbilder. Sie dienten als tragbare Hausaltärchen oder Wandschmuck. Im Kontext der katholischen Volksfrömmigkeit zeigen sie heilige Figuren, Krippenszenen oder Gedenkmotive aus Wachs, Stoff und Glas, die oft von Nonnen oder privat als Klosterarbeiten gefertigt wurden.
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Kastenbild
Kastenbilder sind kleine, schützende Schreinbilder oder Vitrinenbilder. Sie dienten als tragbare Hausaltärchen oder Wandschmuck. Im Kontext der katholischen Volksfrömmigkeit zeigen sie heilige Figuren, Krippenszenen oder Gedenkmotive aus Wachs, Stoff und Glas, die oft von Nonnen oder privat als Klosterarbeiten gefertigt wurden.
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Kastenbild
Kastenbilder sind kleine, schützende Schreinbilder oder Vitrinenbilder. Sie dienten als tragbare Hausaltärchen oder Wandschmuck. Im Kontext der katholischen Volksfrömmigkeit zeigen sie heilige Figuren, Krippenszenen oder Gedenkmotive aus Wachs, Stoff und Glas, die oft von Nonnen oder privat als Klosterarbeiten gefertigt wurden.
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Schluckbildchen
Kleine Zettel mit Kultbildern, denen Heilkraft zugeschrieben wurde und die als religiöse „Volksmedizin“ verspeist wurden
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Esszettel
Esszettel wurden wie Schluckbildchen verspeist, in der Hoffnung Heilkräfte zu sich zu nehmen. Auf ihnen waren aber keine Bilder, sondern Segenssprüche abgebildet.
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INRI-Brennzeichen
Ein Akronym für „Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum“ oder „Jesus von Nazaret, König der Juden“. Hier wurde es als Segenszeichen in die Holzwand der Wohnstube eingebrannt.
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Brenneisen
Mit diesen Eisen wurden Segenszeichen angebracht, häufig an Türblättern oder Türrahmen.
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Fraisenhaube
Historische Kinderkopfbedeckung aus dem 18. und 19. Jahrhundert, sie sollte Babys und Kleinkinder durch aufgedruckte Heiligenbilder vor den sogenannten „Fraisen“ – alten Begriffen für Fieberkrämpfe und Epilepsie – schützen.
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Herrgottswinkel
Zimmerecke in Bauernstuben, häufig gegenüber dem Ofen gelegen, mit einem Kruzifix, gesegneten Kräutern, Kerzen oder Andenken gestaltet.
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Herrgottswinkel
Zimmerecke in Bauernstuben, häufig gegenüber dem Ofen gelegen, mit einem Kruzifix, gesegneten Kräutern, Kerzen oder Andenken gestaltet.























