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Waale im Ötztal
Präsentation

Am Donnerstag den 5. Oktober wurden die über 5 Jahre andauernden Forschungen rund die historischen Waalsysteme des Ötztales präsentiert. Im Rahmen eines Vortrags im Gedächtnisspeicher wurde das neue 600 Seiten dicke Werk präsentiert und den Chroniken übergeben.

Der Archäologe Mag. Werner Holzner hat in den vergangenen Jahren, unterstützt von Gattin Ruth und Mag. Burghard Fiechtner, umfangreiche Forschungen zu den Waalsystemen im Ötztal betrieben. Die Annahme, dass Waale vor allem südlich des Alpenhauptkammes verbreitet waren, ist spätestens seit der Anerkennung der Rieselbewässerung im Tiroler Oberland als immaterielles Kulturerbe, öffentlichkeitswirksam widerlegt.

Der vor 20 Jahren wieder instand gesetzte Funduswaal in Umhausen ist heute ein beliebtes Wanderziel.

Dass auch das Ötztal rund 350 historische Waale aufweist, von denen einzelne nachweislich viele Jahrhunderte alt sind, das wurde am 5. Oktober von Werner und Ruth Holzner sowie von Burghard Fiechtner im Rahmen umfangreichen Bildmaterials aufgezeigt – und das Wissen der Forschungen der Tiroler Waalgruppe zugänglich gemacht. 12 Bände der 600 Seiten umfassenden Arbeit wurden von den Ötztaler Museen in Buchform gebunden und den Gemeindechroniken des Tales bzw. den wichtigsten überregionalen Archiven übergeben. Des weiteren wird an dieser Stelle die Arbeit selbst als pdf  zum Download bereitgestellt, damit Interessierte die Möglichkeit haben, die gründlichen Dokumentationen in ihrer Gemeinde nachzuvollziehen.

Download: Oetztaler Waale Werner Holzner

Die Tiroler Waalgruppe und einige ihrer Unterstützer. (V.l.) Walter Falkner, Burghard Fiechnter, Ruth und Werner Holzner, Manfred Wegleiter, Ludwig Auer.

Die Tiroler Waalgruppe hat im Laufe ihrer Forschungen viele hunderte Waalsysteme im Tiroler Oberland mit GPS vermessen und laufend im Tiroler Kartendienst TirisMaps eingetragen. Unter diesem Link können Sie die kartierten Waalsysteme einsehen. Bitte links im Menü unter den Punkten “Naturschutz” und weiter “Kulturlandschaft” die Elemente anhaken, die Sie sehen wollen und in die Karte hineinzoomen.