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Erinnerungserzählungen
für’s Museum sammeln

Auch so kann Sammeln fürs Regionalmuseum aussehen: heute hatten wir Besuch von Johanna Schöpf (geb. 1927) und Elsa Schmid (geb. 1929) aus Längenfeld mit ihren Söhnen und Chronistin Gudrun Praxmarer. Gesammelt wurden Erinnerungserzählungen rund um Kindheit in den 1930er Jahren, Die Erinnerungserzählungen von den ältesten DorfbewohnerInnen sind wertvolle Zeitdokumente. In Kombination mit dem Schriftgut, den Aufzeichnungen und Fotografien und Objekten, die in Museen laufend auch zum 20. Jahrhundert gesammelt werden, spielen Erinnerungserzählungen eine wichtige Rolle. Sie können erschließen, wie bestimmte Ereignisse erinnert werden, mit welchen Emotionen sie verknüpft waren, somanches Detail gibt Aufschlüsse über Zusammenhänge – und auch in der musealen Vermittlung sind die Erzählungen der ältesten Menschen im Tal immer beliebte Angebote.

Wenn Sie/ihr auch SeniorInnen in der Familie haben/habt, die viel aus dem Ötztal im 20. Jhd. zu erzählen haben und das auch wollen, freuen wir uns über eure Nachricht! Die Gespräche können zuhause oder bei uns im Museum stattfinden und sie werden aufgezeichnet und anschließend bei uns im Museum abgelegt.

Unser aktueller Forschungsschwerpunkt ist die NS-Zeit. Wer Erinnerungen an die Jahre 1933-1955 im Ötztal hat, oder sich an die Erzählungen der Eltern erinnern kann, kann einen wichtigen Beitrag zur regionalen Geschichtsforschung leisten. Allzuviel Wissen geht mit dem Tod eines Menschen verloren, wir freuen uns, wenn wir dieses Wissen für das Ötztal dokumentieren können. Natürlich ist es auch möglich, eine Kopie der Aufnahmen für das Familienarchiv zu bekommen.