Im Zuge der Weiterentwicklung des Museums-Ensembles rund um das Heimatmuseum wurde die Längenfelder Bevölkerung zur Teilnahme an einem Bürger:innenrat eingeladen. 16 Personen haben die Einladung angenommen, die Ergebnisse wurden am 25. September präsentiert.
Ein 16-köpfiger Rat, zur Hälfte Männer, zur Hälfte Frauen, und zusammengesetzt aus allen Altersgruppen kam am 18./19. September im Gedächtnisspeicher Ötztal zusammen, um gemeinsam zu überlegen, wie das Museum in Lehn noch mehr zu einem Ort für alle werden kann – und in welchen Bereichen sich auch die Nachbarschaft selbst einbringen möchte. Gemeinsam wurde eine Reihe von Empfehlungen ausgearbeitet.
Bürger:innenrat und -Café wurden von den professionellen Prozessbegleiterinnen Ruth Buchauer und Rainer Krismer moderiert und stellten eine Einladung an die Bevölkerung dar, das Museum im Ort neu für sich zu entdecken. Das Museumsteam und die Gemeinde, die das Museum unterstützt, signalisieren damit: ein Museum ist mehr als ein Ort für Ausstellungen oder Schlechtwetterprogramm, es ist ein Ort der Begegnung mit hoher Aufenthaltsqualität, es ist ein Ort an dem sich alle einbringen können. In diesem Sinne werden im Bürger:innenrat die Fragen diskutiert: Wie kann das Museum für die Menschen im Ort zu einem Treffpunkt werden? Wie kann sich das Museum weiterentwickeln, und was kann jeder Einzelne dazu beitragen? Die Diskussionen rund um diese Fragen werden zusätzlich vom Zeichner Nicolas Bleck graphisch festgehalten.

Bianka Fiegl überreicht Edith Hessenberger stellvertretend für den Bürger:innenrat die ausgearbeiteten Empfehlungen.
Das Ergebnis des Bürger:innenrates sind eine Reihe von Empfehlungen, die teils kurfristig, teils langfristig umgesetzt werden können. Unter ihnen befinden sich Vorschläge, “urban gardening” im Museumsareal umzusetzen, Mittagessen für Senior:innen zu veranstalten, (Kultur-)Vereinen Raum zu geben, zu regelmäßigen “Sun-Downern” (also Zusammenkünften nach der Arbeit zum Austausch) oder auch zu Watter-Turnieren einzuladen.
Die Liste der Empfehlungen, begleitet von einem sogenannten „Graphic Recording“ das von Illustrator Nicolas Bleck gezeichnet wurde, wurden am 25. September im Zuge eines “Bürger:innen Cafes” im Gemeindesaal Längenfeld präsentiert und der Steuerungsgruppe des Bürger:innenrates übergeben: Bgm. Richard Grüner und Vize-Bgm. Lukas Holzknecht, Museumsleiterin Edith Hessenberger und Obmann-Stv. des Heimatvereins Raphael Kuen. Das Graphic Recording wird demnächst im Ensemble des Ötztaler Heimatmuseums, auf einem Bauzaun neben dem Wastlshaus, zu sehen sein. Das Wastls-Haus steht im Zentrum der Überlegungen rund um die neuen Angebote, die im Museumsareal geschaffen werden sollen. Die nächsten Schritte sind nun, im Rahmen einer Focusgruppe die Empfehlungen zu besprechen und zu sortieren, was in welchen Konstellationen in welchem Zeitraum umgesetzt werden kann. In einigen Monaten gibt es dann eine weitere Veranstaltungen, in der die zu erwartenden Ergebnisse und Vorhaben präsentiert werden.
Am Freitag, den 25. September wurde darüber hinaus eine Liste aufgelegt, auf der sich Menschen eintragen konnten, die weiterhin direkt über die nächsten Schritte informiert werden möchten – oder die auch anboten, sich selbst einzubringen.
Wer gerne ebenfalls informiert werden möchte oder mit dabei sein möchte, bitte schreibt uns gerne ein Mail unter info@oetztalermuseen.at und mit dem Betreff “Bürger:innenrat”, dann nehmen wir euch gerne in die Liste auf und halten euch direkt über die nächsten Schritte am Laufenden.
Gefördert aus Mitteln der Geschäftsstelle Dorferneuerung des Landes Tirol.


