Im April wurde in Umhausen bei der Kirche Maria Schnee die Ausstellung “AUS UNSERER MITTE” eröffnet. Sie erinnert in der Mitte des Ötztales an die 12 im Rahmen der NS-Euthanasie ermordeten Personen. Am 1. August fand ein Erinnerungsspaziergang statt.
Anlässlich des Gedenkjahres 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges widmen sich die Ötztaler Museen talweit dem Thema der “NS-Zeit im Ötztal”. Im Frühjahr wurden insgesamt fünf Ausstellungen im ganzen Tal eröffnet. Eine davon widmet sich dem Thema der NS-Euthanasie. Der erste Massenmord des NS-Regimes betraf tausende psychisch und geistig beeinträchtigte Menschen. Unter ihnen waren auch mindestens zwölf Opfer aus dem Ötztal.
Im Rahmen eines Erinnerungsspaziergangs mit Historiker und Ausstellungskurator Oliver Seifert sowie Autor und Chronist Walter Falkner wurde dem Schicksal dieser Menschen nachgespürt. Neben der Darstellung der Geschichte ihrer Verfolgung wurde unterwegs Einblick in die Geschichte der Gemeinde Umhausen gegeben, die als Aufbaugemeinde besondere Zuwendungen durch das NS-Regime erhielt.

Walter Falkner (r.) und Oliver Seifert (l.) berichteten aus der NS-Geschichte der Gemeinde Umhausen und stellten die 12 bekannten Ötztaler Opfer des NS-Euthanasie-Programmes vor.