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Alter Schießstand Sölden
Tag des Denkmals

Der „Alte Schießstand“ in Sölden wurde zwischen 1940 und 1942 durch die NSDAP-Kreisleitung Imst errichtet. Seit Juni wird seine Geschichte im Rahmen einer Ausstellung erzählt. Am 28. September führte der Chronist Wolfgang Santer anlässlich des “Tags des Denkmals” durch das Haus.

Ursprünglich errichtet als ideologisch aufgeladenes Propaganda-Gebäude, geriet die ursprüngliche Botschaft des Alten Schießstands nach Ende des Zweiten Weltkriegs bald in Vergessenheit. Bis vor wenigen Jahren wurde er von der Schützengilde Sölden aktiv genutzt. 2018 wurde ein neuer Schießstand außerhalb des Ortes in Betrieb genommen und der »Alte Schießstand« unter Denkmalschutz gestellt. Seither stand das Haus leer.

Heute präsentiert sich der Alte Schießstand als unscheinbarer Zweckbau. Die einstige dominante Lage über dem Dorf und seine Bedeutung für die NS-Propaganda lassen sich nur mehr erahnen. Wie andere Bauten aus der NS-Zeit stellt auch dieser eine Herausforderung dar. Er ist ein Relikt der Vergangenheit, aber zugleich Teil unserer Gegenwart.

Die Ausstellung „DENKMAL SCHÜTZEN“ thematisiert die Entstehungsgeschichte des „Alten Schießstands“ und die Rolle des Schützenwesens in den Jahren der NS-Herrschaft im Ötztal. Die Ausstellung ist täglich von 8-18 Uhr öffentlich zugänglich.