Das Ensemble rund um das Ötztaler Heimatmuseum steht wie ein Fels in der Brandung der Zeit – und doch verändert sich manches. Ein neues Haus und viel Fläche bieten Möglichkeiten. Im Rahmen eines Bürger:innenrates ist nun die Nachbarschaft eingeladen, Wünsche und Ideen einzubringen.
Was vor 50 Jahren mit dem Heimatmuseum begann, wurde 2013 mit dem Gedächtnisspeicher fortgeführt und eröffnete 2020 mit dem Wastlshaus ein neues Kapitel. Vom Ötztaler Heimatverein erfolgreich aufgebaut, seit 2018 mit der Ötztaler Museen GmbH beständig weiterentwickelt und von den fünf Talgemeinden unterstützt, hat das Ensemble rund um das Heimatmuseum in Lehn bereits 2021 als Teil der Ötztaler Museen den Österreichischen Museumspreis erhalten – für den innovativen Umgang mit dem kulturellen Erbe. Zu diesem zählen auch die allesamt denkmalgeschützten Häuser.
Mit dem gerade in Fertigstellung begriffenen Wastls-Haus eröffnen sich nun neue Möglichkeiten des Miteinanders. Wir laden daher die Museums-Nachbar:innen und die Bevölkerung von Längenfeld ein, sich gemeinsam zu überlegen, wie das Museum mit seinem gesamten Areal noch besser in die Nachbarschaft integriert und ein lebendiger Treffpunkt in Lehn werden kann.
Dazu findet im Herbst 2026 ein sogenannter „Bürger:innen-Rat“ statt: Eine Gruppe zufällig ausgeloster Gemeindebürger:innen erhält per Post eine persönliche Einladung dazu. Wer möchte, ist dabei und arbeitet im Rahmen des Bürger:innen-Rats an Zukunftsfragen des Museums mit.
Was ist ein Bürger:innen-Rat?
Eine repräsentative Bevölkerungsgruppe arbeitet als Bürger:innen-Rat gemeinsame Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Museums aus. Die Einladung zum Bürger:innen-Rat erfolgt per Zufallsauswahl und die Teilnahme ist freiwillig.
Am 18./ 19. September 2026 kommen die ausgewählten Bürger-Rät:innen für eineinhalb Tage zusammen und erarbeiten mit Begleitung eines professionellen Moderationsteams Lösungsideen und Vorschläge.
Diese Ergebnisse werden am 25. September 2026 bei einer öffentlichen Veranstaltung, einem sogenannten „Bürger-Cafè“, präsentiert und weiter diskutiert. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen!
Danach setzen sich die Vertreter:innen der Gemeinde und des Museums mit den Vorschlägen auseinander und bemühen sich um eine zeitnahe Umsetzung.
Die für die Weiterentwicklung des Museums relevanten Fragestellungen wurden im Vorfeld durch Gemeinde und Museum formuliert und lauten:
Was bedeutet das Museum für die Menschen in der Umgebung und was braucht es,
dass das Museum zu einem zentralen Ort und möglicherweise auch zu einem Treffpunkt für diese Menschen werden kann?
Wie könnte eine zukünftige Entwicklung des Museums aussehen,
und was kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass diese Entwicklung möglichst zukunftsorientiert und nachhaltig von statten geht?
Wenn Sie eine Einladung erhalten …
… melden Sie sich an! Als Teilnehmer:in können Sie sich frei und unbeeinflusst mit den Fragestellungen auseinandersetzen, es sind keine Vorkenntnisse nötig.
Zu Beginn des Bürger:innen-Rats wird es einen kurzen Informationsblock über das Museum und die Möglichkeit, das Museumsgelände zu erkunden, geben. So kommen alle Teilnehmer:innen auf einen gemeinsamen Wissensstand.
Die Ergebnisse des Bürger:innen-Rats sind völlig offen und es gibt keine (parteipolitische) Einflussnahme. Sie können das, was Ihnen wichtig ist, einbringen und gemeinsam mit Anderen ein aktuelles und interessantes Thema in der Gemeinde Längenfeld indirekt mitgestalten.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie im Falle einer Einladung am Bürger:innen-Rat teilnehmen und einen Beitrag zu einem viel besuchten und in der Nachbarschaft verankerten Museum in Längenfeld leisten!
Kontakt für Rückfragen:
- Lukas Holzknecht (Vizebgm.)
E-Mail: l.holzknecht@hotmail.com oder Tel.: +43 664 58 00 061 - Edith Hessenberger (Leitung Ötztaler Museen)
- E.Mail: edith.hessenberger@oetztalermuseen.at oder Tel.: +43 664 910 23 21
Titelbild: Zeichnung des Wastls-Hauses 2026 von Benedikt Haid, Obmann des Ötztaler Heimatvereins
