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Bürger:innenrat komplett:
Museum im Dorf – Dorf im Museum

Seit vergangener Woche ist der Bürger:innenrat komplett. 16 Personen aus Längenfeld werden gemeinsam am 18. und 19. September Ideen sammeln und sich zur Frage einbringen, wie das Ensemble rund um das Heimatmuseum ein noch besserer Ort für Längenfeld werden kann.

Anfang August ging ein Schreiben von Seiten der Gemeinde an 350 über das Meldesystem zufällig ausgewählte Menschen in Längenfeld, das eine Einladung zur Teilnahme am Bürger:innenrat aussprach. Zwar steht das jahrhundertealte Häuser-Ensemble rund um das Ötztaler Heimatmuseum wie ein Fels in der Brandung der Zeit – und doch verändert sich manches. Das neue Wastls-Haus und viel Fläche zum Beispiel am Puitle zwischen den Museumshäusern bieten auch den Menschen im Ort viele Möglichkeiten. Im Rahmen eines Bürger:innenrates ist nun die Nachbarschaft eingeladen, Wünsche und Ideen einzubringen.

Zahlreiche Menschen nahmen die Einladung des Museumsteams und der Gemeinde Längenfeld seither an. Für die ideale Zusammensetzung des Bürger:innenrates gibt es die Empfehlung, nach Altersgruppen und Geschlechtern aufzuteilen – dazu sollte die Bevölkerung aus der Nachbarschaft, also aus den Dörfern Lehn, Unterried und Oberried besonders stark einbezogen werden. Geht es doch darum, gemeinsam zu überlegen, wie das Museum mit seinem gesamten Areal noch besser in die Nachbarschaft integriert und ein lebendiger Treffpunkt in Lehn werden kann.

Die Zusammensetzung des 16-köpfigen Bürger:innenrates sieht nun folgendermaßen aus:

  • => 10 Personen von der “enderen Seita” (Lehn, Oberried, Unterried), 6 Personen aus dem restlichen Längenfeld
  • => 8 Frauen, 8 Männer
  • => 4 Teilnehmende im Alter von 16-35 Jahren, 7 Teilnehmende im Alter von 36-55 Jahren, 5 Teilnehmende im Alter von 56-75 Jahren
Das Museumsensemble aus der Vogelperspektive, fotografiert von Annine Seebacher.

Das Museumsensemble im Jahr 2022 aus der Vogelperspektive, fotografiert von Annine Seebacher.

Was passiert bei einem Bürger:innen-Rat?

Der Bürger:innen-Rat arbeitet, angeleitet von den Prozessbegleitern Ruth Buchauer und Rainer Krismer, gemeinsame Empfehlungen für die Weiterentwicklung des Museums aus. Am 18./ 19. September 2026 kommen die ausgewählten Bürger-Rät:innen für eineinhalb Tage zusammen. Der Rat wird ungestört ohne die Anwesenheit des Museumsteams oder der Gemeindevertretung arbeiten. Der Prozess wird durch den Zeichner Nicolas Bleck mittels “Graphic Recording” aufgezeichnet, damit die Diskussionen und Themen für Interessierte im Anschluss nachvollziehbar sind.

Die Ergebnisse (und das Graphic Recording) werden am 25. September 2026 um 19 Uhr bei einer öffentlichen Veranstaltung, einem sogenannten „Bürger-Cafè“ im Gemeindesaal Längenfeld, präsentiert und weiter diskutiert. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen!

Danach setzen sich die Vertreter:innen der Gemeinde und des Museums mit den Vorschlägen auseinander und bemühen sich um eine zeitnahe Umsetzung.

Die für die Weiterentwicklung des Museums relevanten Fragestellungen wurden im Vorfeld durch Gemeinde und Museum formuliert und lauten:

Was bedeutet das Museum für die Menschen in der Umgebung und was braucht es,
dass das Museum zu einem zentralen Ort und möglicherweise auch zu einem Treffpunkt für diese Menschen werden kann?

Wie könnte eine zukünftige Entwicklung des Museums aussehen,
und was kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass diese Entwicklung möglichst zukunftsorientiert und nachhaltig von statten geht?

 

Titelbild: Zeichnung des Wastls-Hauses 2026 von Benedikt Haid, Obmann des Ötztaler Heimatvereins

Info-Video mit Bürgermeister Richard Grüner: 20260729_124830000_iOS