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Vom Leben und Arbeiten
im alten Ötztal

Ein ganz besonderes Forschungsprojekt widmet sich seit Jahresbeginn der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Ötztales. Die Historikerin Dr. Maria Heidegger und die Ethnologien Mag. Annemarie Hofer untersuchen die historischen Lebensbedingungen des Lebens und Arbeitens im Tal. Die Forschungsarbeiten stellen, gemeinsam mit weiteren Forschungsarbeiten, die Grundlagen für die neue Dauerausstellung im Ötztaler Heimatmuseum dar, die im Mai 2022 in Lehn eröffnet wird. Ziel ist, in Kombination mit der Sammlung des Heimatmuseums, die überwiegend Geräte und Objekte aus dem historischen bäuerlichen Alltagsleben umfasst, die Geschichten nicht nur der Objekte zu erzählen, sondern vor allem auch die Geschichten der Menschen, die einst im Ötztal (oder gar in den Museumsgebäuden) lebten. Auf diese Weise soll historischer Alltag begreifbar gemacht werden: Einerseits in Form der Möglichkeiten, die die Menschen einst im Tale hatten, andererseits anhand der Grenzen, die ihnen gesetzt waren. Was uns heute als „Nachhaltigkeit“ zum allgegenwärtigen Begriff geworden ist, war einst Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit in vielen Bereichen.

Dr. Maria Heidegger fokussiert als Historikerin auf sozialhistorische Aspekte, während Mag. Annemarie Hofer insbesondere den Flachsanbau und die Leinenproduktion in den Mittelpunkt ihrer Untersuchungen stellt, da dieser einst eine zentrale Rolle für die Menschen im Ötztal spielte.