In den vergangenen Jahren wurden umfassende Forschungstätigkeiten rund um das Thema “Spiritualität und Glaube im Ötztal” geleistet. Ein neuer Sammelband soll diese Forschungen zugänglich machen und wird 2027 von einer kleinen Ausstellung im Turmmuseum begleitet.
Die Themen dieses Sammelbandes werden einen bunten und interdisziplinären Blick auf historische Glaubensfragen ermöglichen. Derzeit sind folgende Beiträge zu erwarten: Der Historiker Nicolas Bleck arbeitet zur Missionsgeschichte des Ötztals, Teile dieser Forschungen wurden im Rahmen des Projekts “Ötztal Weltweit” bereits in Form einer Ausstellung erzählt. Der Historiker Maximilian Gröber wirft ein neues Licht auf die katholische Bildungskarriere Adolf Trientls. Die Historikerin Maria Heidegger nimmt sich des Themas “Glaube und Geschlecht” an. Die Kulturwissenschaftlerin Edith Hessenberger stellt die Besonderheiten der Wallfahrt in Gries im Sulztal vor. Aus der Praxis berichtet der Ötztaler Hospizverein über die Veränderung von Ritualen rund um Sterben und Trauern im Laufe der Zeit. Der Jurist Franz Jäger verfasst einen Text zum Fischbachgelöbnis in Längenfeld, die Kulturwissenschaftlerin Laura Kogler stellt Aspekte der Spiritualität im Bereich des Wohnens im Ötztal vor. Die Historikerin Astrid von SChlachta arbeitet zum nicht-katholischen Ötztal am Beispiel der Sautner Täufer. Die Kulturwissenschaftlerin Marie Schulchter beleuchtet die Geschichte und Bedeutung der Glocken und der Glockengießerei Grassmayer. Die Kulturwissenschaftlerin Annine Seebacher widmet sich Fragen rund um Vorsehungen, Vorweilungen und die Praxis des “Gewornens”. Der Historiker Daniel Huter stellt einen historischen Exorzismus und seine Rahmenbedingungen in Längenfeld vor.