Das Heimat- und Freilichtmuseum

Geschichte

Das Ensemble rund um das Heimatmuseum im Längenfelder Ortsteil Lehn stellt eine einzigartige Dokumentation der Ötztaler Kultur- und Alltagsgeschichte dar. Als einer der letzten in beinah ursprünglichen Zustand erhaltenen Dorfkerne des Tales vermittelt das Museumsareal mit seinen historischen Gebäuden – und integriert inmitten ganzjährig bewohnter Einfamilienhäuser – die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Tales wie kein anderes Ensemble im Tal: Weitgehend zaunlos liegen die Grundstücke nebeneinander, ehemals wichtige funktionale Orte wie etwa der Backofen oder der Brunnen im Zentrum wurden von mehreren Familien geteilt. Als Ende der 1960er die Jahrhunderte alten Häuser schließlich nicht mehr dem Wohnstandard entsprachen wurden erste Gebäude vom Ötztaler Heimatverein erworben und zum Museum umgestaltet. Das Museum dokumentiert die historische bäuerliche Kultur des Tales.

Museumsgebäude und Sammlung

Im Heimat- und Freilichtmuseum sind überwiegend Alltags- und Gebrauchsgegenstände, sowie vor allem historische Arbeits- und Handwerksgeräte zu sehen. Im Museumsgarten werden ehemals wichtige Pflanzen kultiviert, wie z.B. der Ötztaler Flachs, dessen Vertrieb bis ins 19. Jahrhundert den wichtigsten Zuerwerb vieler Ötztaler Bauernfamilien darstellte.

Das Museumsgelände umfasst rund 16 historische Gebäude. Sie vermitteln den BesucherInnen einerseits das einfache bäuerliche Alltagsleben, sowie andererseits ausgeklügelte Arbeitsprozesse rund um die Produktion von Wolle, Leinen, Brot, Butter, etc.

Besonderheiten

Was heute längst vergangen erscheint, wird im Heimat- und Freilichtmuseum zum Leben erweckt: Flachs wird angebaut und weiterverarbeitet, die Mühle mahlt, in der Säge werden Bretter geschnitten, im Ofen wird Brot gebacken, am Museumsacker Erdäpfel geerntet. Auf diese Weise werden Geschichte und die Wurzeln der Ötztaler Bevölkerung anschaulich und „begreifbar“ – weil es im Museum auch möglich ist, Altbewährtes selbst auszuprobieren und mit allen Sinnen zu erfahren.

Ansichten

Anreise

 

Parkmöglichkeiten

Der Parkplatz befindet sich 100 Meter südlich des Museumsareals.
Die Parkgebühren werden im Museum rückerstattet.

Öffentliche Anreise

Bushaltestelle „Längenfeld – Lehner Au“
Details siehe unter fahrplan.vvt.at