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Zeitreise entlang der Dauersiedlungsgrenze

Im Rahmen unseres aktuellen Schwerpunktes „Bau.Kultur.Landschaft im Ötztal“ luden wir am 20. September gemeinsam mit dem Innsbrucker Historiker Dr. Kurt Scharr zu einer Kulturlandschaftswanderung von Winterstall über Heiligkreuz und Gaislach ins „Silbertal“. Unter dem Motto „Tradition und Moderne – unvereinbare Welten?“ wurde die Siedlungsentwicklung an der Grenze des Dauersiedlungsraums über Jahrhunderte hinweg nachvollzogen.

Historische Besonderheiten der Region, wie etwa die Veränderungen der Grenzziehungen im Laufe der Zeit, sowie der Einfluss des Tourismus ab dem frühen 20. Jahrhundert waren Gegenstand der Exkursion. Die Wanderung führte von Winterstall entlang der Weiler im Ventertal über Heiligkreuz schließlich nach Freistabl und von dort nach Gaislach. Lesesteinmauern, jahrhundertealte Weiden, Wiesen, aber auch aufgelassene Äcker wurden gemeinsam betrachtet, ebenso wie die zahlreichen Lawinenstriche, die von beiden Seiten des Tales im Winter das Ventertal nur schwer zugänglich machten. Deutlich wurde, dass die Entwicklung vom einer traditionell wirtschaftenden Gesellschaft hin zu einer modernen Dienstleistungsgesellschaft niemals parallel und linear erfolgte, sondern eine komplexe Transformation darstellte.

Univ.Prof.Dr. Kurt Scharr mit den ExkursionsteilnehmerInnen vor dem Weiler Winterstall

Exkursion nach Heiligkreuz

Blick von der Gaislachalm zurück ins Ventertal

 

WANN

20. September 2020
9 – 14 Uhr

WO
  • Sölden
  • Winterstall
  • Gaislach